Am Samstag fanden in ganz Dänemark gro demonstrationen statt. Die Menschen protestierten gegen die Absicht von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu kaufen. Das Motto der Proteste war: 'Hands off Greenland'. Allein in der Hauptstadt Kopenhagen versammelten sich mehrere Tausend Teilnehmer vor der US-Botschaft und dem Parlamentssitz.
Die Demonstranten machten klar, dass die Insel im arktischen Gebiet souverän ist. Sie lehnten die Idee ab, dass dieses Gebiet wie eine Ware verkauft werden könnte. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte das Angebot der USA bereits zuvor als 'absurd' bezeichnet.
Obwohl Grönland weitgehend selbstverwaltet ist, gehört es offiziell zum Königreich Dänemark. Experten vermuten, dass das erneute Interesse der USA mit der strategisch wichtigen Lage der Insel zusammenhängt. Auch die wertvollen Rohstoffe spielen eine Rolle, da diese durch das Schmelzen des Polareises leichter zugänglich werden könnten.
Parallel zu diesen politischen Spannungen gewinnt die Region auch aus wissenschaftlicher und militärischer Sicht an Bedeutung. Ein Team der Bundeswehr ist zu einer Erkundungsmission nach Grönland gereist. Dort prüfen sie die logistischen Möglichkeiten für zukünftige Übungen und Forschungsarbeiten in der Arktis. Der Grund für diese Aktivitäten ist die wachsende sicherheitspolitische Bedeutung des Nordpolargebiets. Das Gebiet eröffnet durch den Klimawandel neue Schifffahrtsrouten und weckt damit Begehrlichkeiten bei verschiedenen Staaten.