Der oberste Geistliche des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, hat in einer öffentlichen Rede erklärt, dass der frühere US-Präsident Donald Trump für die jüngsten Massenproteste im Land verantwortlich ist. Khamenei meint, diese Unruhen seien kein Zeichen innerer Unzufriedenheit, sondern eine absichtliche Störung von außen, die darauf abzielt, die Stabilität des Staates zu schwächen.
Das Staatsoberhaupt betonte, die USA hätten unter Trumps Führung die Proteste angeheizt. Diese Anschuldigungen passen zur offiziellen Linie Teherans, nach der ausländische Geheimdienste und feindliche Mächte die Demonstrationen organisiert hätten. Unabhängige Beobachter sehen die Hauptgründe für die Proteste jedoch eher in der schlechten Wirtschaftslage und den eingeschränkten Bürgerrechten der iranischen Bevölkerung.
Gleichzeitig gibt es Anzeichen für eine leichte Lockerung der Sicherheitsmaßnahmen. Die iranischen Sicherheitsbehörden gaben bekannt, dass die Nutzung von SMS-Diensten landesweit wieder erlaubt ist. Diese Dienste waren während der Unruhen gesperrt worden, um die Kommunikation der Demonstrierenden zu behindern. Andere digitale Dienste und soziale Netzwerke unterliegen aber weiterhin strengen Regeln.