Die diplomatischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa haben am Samstag einen neuen Höhepunkt erreicht. US-Präsident Donald Trump kündigte über die sozialen Medien an, Importzölle in Höhe von zehn Prozent auf Produkte aus europäischen Ländern zu erheben. Diese Maßnahme wird direkt mit der Ablehnung europäischer Regierungen gegenüber dem US-amerikanischen Vorhaben verknüpft, die Insel Grönland zu erwerben.
Trump begründete diesen Schritt damit, dass europäische Nationen eine konstruktive Diskussion über den Verkauf der strategisch wichtigen Arktis-Insel blockieren würden. In Kopenhagen und Nuuk versammelten sich unterdessen tausende Demonstranten unter dem Motto 'Hands off Greenland', um gegen die Begehrlichkeiten der USA zu protestieren. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sowie die grönländische Regierung betonten erneut, dass Grönland unverkaufbar sei und die Souveränität des Gebiets nicht zur Debatte stehe.
Innerhalb der Europäischen Union wird das Vorgehen des US-Präsidenten als Versuch gewertet, die Mitgliedstaaten zu spalten. Analysten zufolge könnten die angedrohten Zölle die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen schwer belasten. Besonders betroffene Sektoren wie die Automobilindustrie und der Maschinenbau reagierten besorgt auf die Ankündigung aus Washington. Brüssel prüft derzeit mögliche Gegenmaßnahmen, sollte die US-Administration die Zollpläne tatsächlich umsetzen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Eskalation mit Sorge, da Grönland aufgrund seiner Rohstoffvorkommen und geopolitischen Lage eine zentrale Rolle in der Arktis-Strategie spielt.