Das norwegische Familiendrama „Sentimental Value“ hat die 38. Verleihung der Europäischen Filmpreise dominiert. Bei der Preisverleihung am 17. Januar 2026 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin wurde das Werk von Regisseur Joachim Trier zum besten europäischen Film gekürt. Insgesamt erhielt der Film sechs Auszeichnungen. Darunter waren auch Preise für die beste Regie und die beiden Hauptdarsteller Renate Reinsve und Stellan Skarsg d. Der Film handelt von der komplizierten Beziehung eines Regisseurs zu seinen zwei Töchtern.
Auch die deutsche Filmbranche wurde bei der Veranstaltung geehrt. Die Berliner Produktionsfirma Komplizen Film, vertreten durch Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach, erhielt eine Verdienstauszeichnung. Das Roadmovie „Sirât“ des französischen Regisseurs Oliver Laxe bekam fünf Preise. Als bester Dokumentarfilm wurde „Fiume o Morte!“ ausgezeichnet. Die norwegische Schauspiel-Legende Liv Ullmann bekam den Preis für ihr Lebenswerk.
Begleitet wurde die Verleihung von Diskussionen über die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Kinos. Medienstaatsminister Wolfram Weimer betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig neue Förderstrukturen sind. Ziel ist es, den Filmstandort Deutschland zu stärken. Dies soll durch die Reform des Filmförderungsgesetzes (FFG) und ein höheres Budget von etwa 310 Millionen Euro ab dem Jahr 2026 erreicht werden. Damit sollen sowohl kulturelle Qualität als auch wirtschaftliche Sicherheit für nationale und internationale Produktionen gewährleistet werden.