Der militärische Streit im Nahen Osten hat eine neue Stufe erreicht. Zum ersten Mal sind Kampfhandlungen direkt im Mittelmeergebiet zu spüren, nachdem ein 'Marschflugkörper' in der Nähe der türkischen Stadt Kemer einschlug. Augenzeugen berichten, dass bei dem Vorfall niemand verletzt wurde, aber Waldbrände ausgelöst wurden. Experten gehen davon aus, dass das Geschoss entweder aus dem Luftraum Syriens abgeschossen wurde oder falsch geflogen ist.
Wegen der gefährlichen Lage haben mehrere Länder in Europa damit begonnen, ihre Staatsbürger auszufliegen. In Wien kam ein Sonderflug mit 151 Menschen an, die aus dem Oman geholt wurden. Auch Italien beobachtet die Lage seiner Bürger in der Golfregion genau. Schätzungen zufolge halten sich gerade einige Tausend Italiener in den betroffenen Gebieten auf, besonders in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar.
Auf politischer Ebene führt der Konflikt zu Spannungen innerhalb Europas. Die Regierung in Spanien kritisierte das Verhalten des deutschen Oppositionsführers Friedrich Merz während seines Besuchs in Washington. Der Grund dafür ist, dass er angeblich gegenüber US-Präsident Donald Trump geschwiegen haben soll, als es um die militärische Eskalation gegen den Iran ging. Während Madrid eine klare diplomatische 'Deeskalation' verlangt, wird Merz vorgeworfen, die europäische Haltung zur Zurückhaltung nicht stark genug vertreten zu haben.