Das Landgericht in Bonn hat am Mittwoch den Kinderpsychiater Michael Winterhoff wegen 'gefährlicher Körperverletzung' verurteilt. Dem Arzt wurde vorgeworfen, jungen Patienten über Jahre hinweg ohne medizinische Notwendigkeit beruhigende Medikamente ('Psychopharmaka') verschrieben zu haben. Damit soll er die Kinder für seine strengen Erziehungsmethoden gefügig machen gewollt haben. Während die Staatsanwaltschaft eine mehrjährige Haftstrafe forderte, verlangte die Verteidigung einen Freispruch.
In Freiburg wurde ein 31-jähriger Mann zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Er hatte gestanden, im Sommer 2025 ein sechsjähriges Mädchen aus dem Freizeitbad 'Rulantica' weggelockt und in einem Maisfeld sexuell missbraucht zu haben. Dieser Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt und Kritik am Sicherheitspersonal des Parks ausgelöst. Dieses soll Hilfegesuche der Eltern zunächst ignoriert haben.
Ein weiteres Urteil gab es in Kaiserslautern: Ein 22-jähriger Mann erhielt eine sechsjährige Haftstrafe nach einem Messerangriff auf ein zehnjähriges Mädchen. Beide lebten in derselben Pflegefamilie. Der Täter soll versucht haben, das Kind zu töten, um einen vorangegangenen sexuellen Übergriff zu vertuschen.
Gleichzeitig führten Ermittler der Europäischen Staatsanwaltschaft ('EUStA') eine groß angelegte Durchsuchung gegen ein Netzwerk von Steuerbetrügern durch. Die Verdächtigen sollen durch den illegalen Handel mit Luxusautos und medizinischen Masken hohe 'Umsatzsteuern' hinterzogen haben. Die Durchsuchungen konzentrierten sich auf Nordrhein-Westfalen, besonders auf 'Iserlohn', sowie auf mehrere andere EU-Staaten.