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Dreizehn Jahre Haft nach Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal

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Das Berliner Kammergericht hat am Donnerstag ein Urteil im Fall der Messerattacke am Holocaust-Mahnmal gesprochen. Ein 20-jähriger Syrer wurde zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Februar 2025 einen spanischen Touristen im Stelenfeld der Gedenkstätte mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich am Hals verletzt hatte. Das Opfer konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden.

Nach Überzeugung des Gerichts handelte der Mann aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Gesinnung heraus. Er habe den Tatort gezielt gewählt, da er dort Personen jüdischen Glaubens vermutet habe. Der Angeklagte, der zur Tatzeit 19 Jahre alt war, wurde nach allgemeinem Strafrecht unter anderem wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und versuchter Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verurteilt. Die Bundesanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert, während die Verteidigung auf eine Jugendstrafe von sieben Jahren plädiert hatte.

Im Prozess hatte der Angeklagte die Tat gestanden und Reue gezeigt. Er gab an, durch Propaganda des sogenannten Islamischen Staates (IS) im Internet radikalisiert worden zu sein und unter dem Einfluss eines Online-Anleiters gestanden zu haben. Das Gericht berücksichtigte das Geständnis bei der Strafmaßfindung, betonte jedoch die besondere Schwere der Tat und die heimtückische Vorgehensweise des Verurteilten, der sich seinem Opfer von hinten genähert hatte.

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Begriffserklärungen

Stelenfeld
Eine architektonische Anordnung von aufrechten Gedenksteinen oder Säulen, wie sie im Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin prägend ist.
Bundesanwaltschaft
Die oberste Strafverfolgungsbehörde der Bundesrepublik Deutschland, zuständig insbesondere für Straftaten gegen die innere und äußere Sicherheit des Staates.
Heimtücke
Ein Mordmerkmal im deutschen Strafrecht, das die bewusste Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers zur Tötung beschreibt.

Personen

Wassim Al M.
Ein syrischer Staatsangehöriger, der wegen einer Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal zu 13 Jahren Haft verurteilt wurde.

Orte

Berlin
Die deutsche Bundeshauptstadt und Ort des Tatgeschehens sowie der Gerichtsverhandlung.
Holocaust-Mahnmal
Zentrale Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte, unweit des Brandenburger Tors.

Quellen

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An Berliner Holocaust-Mahnmal: 13 Jahre Haft für Syrer nach Messer-Angriff | News

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Messerattacke bei Holocaust-Mahnmal in Berlin: 13 Jahre Haft

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Tourist attackiert: 13 Jahre Haft nach Messerattacke am Holocaust-Mahnmal

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Berlin: Mann wegen Messerattacke am Holocaustmahnmal zu 13 Jahren Haft verurteilt

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Messerangriff am Holocaust-Mahnmal: Angreifer nach Messerattacke am Holocaust-Mahnmal verurteilt

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