In Wien ist den Behörden ein Schlag gegen die illegale Ausübung medizinischer Behandlungen gelungen. Das Amt für Betrugsbekämpfung, vertreten durch die Finanzpolizei, konnte eine Frau aus einem Drittstaat überführen, die kosmetische Eingriffe ohne die erforderlichen Genehmigungen durchgeführt haben soll. Die Ermittler trafen die vermeintliche Ärztin in flagranti an, während sie einer Patientin Injektionen im Gesichtsbereich verabreichte.
Ausgangspunkt für den Einsatz war eine gezielte Anzeige. Den Berichten zufolge soll die Frau eigens nach Österreich gereist sein, um hier entsprechende Dienstleistungen auf dem Schwarzmarkt anzubieten. Am Ort des Geschehens trafen die Beamten auf mehrere Personen, von denen sich einige bereits Behandlungen wie Botox-Injektionen unterzogen hatten. Die verwendeten Substanzen sowie das medizinische Equipment wurden vor Ort sichergestellt.
Die Behörden leiteten daraufhin Verfahren wegen des Verdachts auf Kurpfuscherei, Schwarzarbeit sowie Verstöße gegen das Ärztegesetz ein. Die Stadt Wien und die Gruppe Sofortmaßnahmen warnen in diesem Zusammenhang erneut vor den gesundheitlichen Risiken solcher unautorisierten Behandlungen. Da die ausführende Person nicht über die notwendige Qualifikation und Zulassung in Österreich verfügte, bestehe die Gefahr schwerwiegender medizinischer Komplikationen.