Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen hat die neue Jugendorganisation der AfD, die „Generation Deutschland“, als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft. Wie Innenminister Herbert Reul mitteilte, bestünden gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei dem Verband de facto um eine Fortführung der „Jungen Alternative NRW“ (JA) handele. Die JA NRW hatte sich im März 2025 formell aufgelöst, nachdem sie bereits 2023 vom Landesverfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft worden war. Laut Reul handele es sich bei der neuen Gruppierung im Kern um die Vorgängerorganisation unter neuem Namen, womit eine personelle und ideologische Kontinuität gewahrt bleibe.
Parallel dazu sieht sich die Bundespartei der AfD mit internen Spannungen konfrontiert. Anlass sind die militärischen Auseinandersetzungen im Iran. Während die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla in einer gemeinsamen Erklärung zur unbedingten Zurückhaltung aller Kriegsparteien aufriefen und die Einhaltung des Völkerrechts anmahnten, setzte der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, deutliche Akzente für das Vorgehen der US-Administration unter Donald Trump. Er lobte die Angriffe als präzise und zielorientiert gegen das iranische Regime. Um die internen Uneinigkeiten in der Außenpolitik zu überdecken, fokussierte sich die Partei zuletzt verstärkt auf innenpolitische Themen wie die Kritik an steigenden Energiepreisen.