Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen hat die neue Jugendorganisation der AfD, die 'Generation Deutschland', als einen Fall eingestuft, bei dem der Verdacht auf rechtsextreme Tendenzen besteht. Das hat Innenminister Herbert Reul bekannt gegeben. Er sagte, es gäbe wichtige Hinweise darauf, dass dieser Verband im Grunde eine Weiterführung der 'Jungen Alternative NRW' (JA) sei. Die JA NRW hatte sich im M z 2025 offiziell aufgelöst. Davor war sie bereits 2023 vom Landesverfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft worden.
Laut Reul handelt es sich bei der neuen Gruppe im Kern um dieselbe Organisation wie vorher, nur unter einem neuen Namen. Dadurch bleibe die Verbindung von Personen und deren politischen Ideen erhalten.
Gleichzeitig gibt es in der Bundespartei der AfD wegen der militärischen Auseinandersetzungen im Iran Probleme. Die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla forderten in einer gemeinsamen Erklärung alle Kriegsparteien auf, sich unbedingt zurückzuhalten und sich an das Völkerrecht zu halten. Der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, sah das anders. Er lobte die Angriffe der US-Regierung unter Donald Trump als 'präzise und zielorientiert' gegen das Regime im Iran.
Um diese Meinungsverschiedenheiten in der Außenpolitik zu verbergen, konzentrierte sich die Partei in letzter Zeit stärker auf Themen aus der Innenpolitik. Dazu gehörte zum Beispiel die Kritik an immer höheren Energiepreisen.