Der Europäische Gerichtshof hat ein wichtiges Urteil gesprochen. Deutschland darf Asyl-Bewerbern die Leistungen nicht zu stark kürzen. Das gilt auch für Menschen, die in ein anderes EU-Land zurück sollen. Ein junger Mann aus Afghanistan hatte gegen den Landkreis Schweinfurt geklagt. Er bekam kein Geld für Kleidung und Haushalt-Dinge mehr.
Die Richter in Luxemburg sagen: Jeder Mensch braucht einen angemessenen Lebens-Standard. Dazu gehören nicht nur Essen und ein Bett. Auch Kleidung ist ein wichtiges Grund-Bedürfnis. Zudem brauchen Menschen ein wenig Geld für den Alltag. Zum Beispiel für Fahr-Karten oder zum Telefonieren. Nur so können sie am sozialen Leben teil-nehmen.
In Deutschland wurden die Regeln im Jahr 2024 sogar noch strenger. Manche Menschen bekommen jetzt fast gar kein Geld mehr. Experten sagen: Das neue Urteil verbietet das wahrscheinlich auch. Die Behörden müssen den Menschen ein würdevolles Leben ermöglichen. Das gilt so lange, bis sie das Land wirklich verlassen haben.