Die Bundes-Regierung will viele kleine Bezirks-Gerichte schließen. Das betrifft die Steiermark, Kärnten, Tirol und das Burgenland. Das Justiz-Ministerium möchte so Geld sparen. Es geht um etwa 3 Millionen Euro pro Jahr. Die Regierung möchte kleine Gerichte zu großen Einheiten zusammenlegen. Alle Arbeits-Plätze sollen dabei erhalten bleiben. Das Ministerium sagt: Der Service für die Menschen bleibt gleich gut.
In den Bundes-Ländern gibt es viel Kritik an diesen Plänen. Viele Politiker haben erst aus den Medien davon erfahren. Sie finden das Vorgehen nicht gut. Landeshaupt-Mann Daniel Fellner aus Kärnten will das Thema besprechen. Auch Martin Gruber von der ÖVP ist gegen die Schließungen. Er sagt: Die Menschen auf dem Land brauchen diese Ämter. Die FPÖ nennt die Pläne einen Angriff auf den ländlichen Raum.
In Tirol sollen 4 Standorte schließen. Dazu gehören Silz, Telfs, Landeck und Rattenberg. Die Bürger-Meister dort wollen sich wehren. Sie planen Unterschriften-Aktionen. In der Steiermark gibt es ebenfalls Protest. Dort geht es um Mürzzuschlag, Murau und Schladming. Im Burgenland könnten die Gerichte in Mattersburg und Oberpullendorf betroffen sein. Die Kritiker sagen: Der Staat darf sich nicht aus der Fläche zurückziehen.