In Italien gibt es neue Regeln für junge Menschen. Wer 14 Jahre oder älter ist, muss für Fehler einstehen. Das sagt die Minister-Präsidentin Giorgia Meloni. Wer klaut oder Menschen angreift, soll bestraft werden. Bisher mussten Richter beweisen, dass ein Jugendlicher seine Tat versteht. Jetzt ändert sich das Gesetz.
Nun müssen die Jugendlichen selbst beweisen, dass sie nicht reif genug waren. Das nennt man Beweis-Last-Umkehr. Die Regierung möchte damit gegen Gewalt von Jugend-Banden vorgehen. Diese Banden nennt man in Italien oft Maranza. Justiz-Minister Carlo Nordio sagt: Die alten Regeln waren zu alt. Heute wissen Jugendliche früher, was falsch ist.
Viele Menschen kritisieren das neue Gesetz. Die Opposition sagt: Die Regierung macht nur Werbung für sich selbst. Sie bekämpft nicht die Gründe für die Gewalt. Auch Organisationen wie Save the Children machen sich Sorgen. Sie finden: Kinder sind keine Erwachsenen. Die Gefängnisse für Jugendliche sind in Italien schon jetzt sehr voll.