Es gibt einen neuen Entwurf für die Sozial-Hilfe. Er kommt von Sozial-Ministerin Korinna Schumann. Die Armuts-Konferenz hat den Entwurf gelesen. Sie findet den Entwurf nicht gut genug.
Experte Martin Schenk kritisiert den Text. Im Entwurf fehlt ein klares Ziel. Das Ziel muss die Bekämpfung von Armut sein. Die Sozial-Hilfe soll Menschen ein würdevolles Leben ermöglichen. Sie soll das Existenz-Minimum sichern.
Ein großer Streit-Punkt sind Sach-Leistungen. Das bedeutet: Menschen bekommen Dinge statt Geld. Zum Beispiel Lebensmittel-Pakete oder Hygiene-Artikel. Schenk warnt vor diesem Schritt. Er nennt das einen Rückschritt.
Menschen brauchen Geld für ihre Eigen-Verantwortung. Mit Geld können sie selbst entscheiden. Sie können Prioritäten setzen oder sparen. Sach-Leistungen nehmen den Menschen diese Freiheit weg. Schenk unterscheidet Sach-Leistungen von Dienst-Leistungen.
Dienst-Leistungen sind wichtig für die Hilfe. Dazu gehören Kinder-Betreuung oder Pflege-Hilfe. Auch Lern-Angebote und Familien-Beratung gehören dazu. Diese Hilfen sollen die Geld-Leistungen ergänzen. Das ist laut Experten am wirkungsvollsten.
Schenk kritisiert auch einige Bundes-Länder. In Ober-Österreich sinken die Zahlen der Sozial-Hilfe. Aber die Not der Menschen wächst. Es gibt viel Arbeitslosigkeit und hohe Preise. Er fordert echte Hilfe für alle Bedürftigen.