Indonesien hat weitreichende Pläne zur Regelung der Nutzung von sozialen Medien durch Kinder und Jugendliche vorgestellt. Regierungsvertreter gaben am Freitag bekannt, dass junge Menschen unter 16 Jahren in Zukunft keinen oder nur noch sehr eingeschränkten Zugang zu diesen Plattformen haben sollen. Der Grund für diese Maßnahme ist der Schutz der seelischen Gesundheit der Jugendlichen. Außerdem soll damit verhindert werden, dass sie Opfer von Internet-Beschimpfungen werden oder mit unpassenden Inhalten in Kontakt kommen.
<>Die Umsetzung dieser Pläne bedeutet, dass Anbieter von Diensten wie TikTok, Instagram oder X (das früher Twitter hieß) stärkere Methoden zur Altersprüfung einführen müssen. Es werden technische Lösungen geprüft, zum Beispiel der Abgleich mit staatlichen Datenbeständen oder Verfahren, die Körpereigenschaften überprüfen. Wenn sich die Unternehmen nicht an die neuen Regeln halten, drohen hohe Strafen oder im schlimmsten Fall die Sperrung der Internetdienste in Indonesien.
<>Mit diesem Schritt reiht sich Indonesien in eine Reihe anderer Länder ein. So hat zum Beispiel Australien bereits ein Gesetz erlassen, das ein Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung von Diensten in sozialen Netzwerken vorschreibt. Einige Kritiker äußern jedoch Bedenken: Sie sagen, dass eine vollständige Kontrolle technisch schwierig umzusetzen ist. Zudem könnten Jugendliche Wege finden, diese Sperren mit Hilfe von speziellen Internetdiensten zu umgehen. Ein genauer Zeitpunkt, wann diese neuen Regeln in Indonesien gelten sollen, steht momentan noch nicht fest.