Die neuesten militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, die durch Angriffe der USA und Israels auf Ziele im Iran ausgelöst wurden, haben den internationalen Sport in eine Krise gestürzt. Besonders hart trifft es die Nachbarländer am Golf, wo viele Sportveranstaltungen wegen Sicherheitsbedenken und massiven Problemen im Flugverkehr abgesagt oder unterbrochen wurden.
Tennisprofis fliehen vom Platz
In den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es während eines Tennisturniers zu dramatischen Szenen. Berichten zufolge mussten Spieler den Platz verlassen, weil iranische Drohnenangriffe in der Nähe abgefangen wurden. In Fujairah wurde ein 'ATP-Challenger-Turnier' aus Sicherheitsgründen zuerst gestoppt und später ganz abgesagt. Auch in Dubai saßen bekannte Profis wie Daniil Medwedew und Andrej Rublew zeitweise fest, da der Flughafen nach Raketeneinschlägen in der Gegend gesperrt wurde. Ihre Teilnahme an kommenden Turnieren in den USA ist nun ungewiss.
Wirbel um Cristiano Ronaldo
In Saudi-Arabien sorgten Meldungen über eine angebliche Flucht des Superstars Cristiano Ronaldo für Aufsehen. Nach Drohnenangriffen auf diplomatische Einrichtungen in Riad hieß es zuerst, der Portugiese sei mit seiner Familie in einem Privatjet Richtung Madrid geflohen. Andere Quellen widersprachen dem jedoch und sagten, Ronaldo sei weiterhin auf dem Trainingsgelände seines Clubs Al-Nassr, um eine Verletzung auszukurieren. Fest steht aber, dass das für diese Woche geplante Spiel seines Vereins in der Champions League Two gegen Al Wasl in Dubai bereits abgesagt wurde.
Fußball-WM 2026 in Gefahr
Die Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika steht vor dem politischen und organisatorischen Aus. Mehdi Taj, der Präsident des iranischen Fußballverbandes, äußerte sich skeptisch, ob sein Land teilnehmen könne, da die Sicherheit und die nötige Konzentration auf den Sport unter den aktuellen Umständen kaum gegeben seien. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf wie erwartet kühl und sagte, es sei ihm egal, ob der Iran am Turnier teilnehme oder nicht. Sollte das Land kurzfristig absagen, drohen laut 'FIFA-Regularien' hohe Geldstrafen und möglicherweise ein Ausschluss von der WM 2030.
Hilfe für die Menschen und Evakuierungen
Abseits des Spitzensports konzentrieren sich Staaten wie Pakistan darauf, ihre Bürger in Sicherheit zu bringen. Hunderte pakistanische Studenten, die an iranischen Universitäten lernten, konnten bereits über die Landesgrenzen in Sicherheit gebracht werden. Die Betroffenen erzählten von schlimmen Erlebnissen und dem ständigen Beten während der Flucht aus den Kriegsgebieten.