Am vergangenen Wochenende gab es in den Alpenregionen der Schweiz und Österreichs mehrere schlimme Lawinenunfälle. Im Kanton Wallis ist ein 50-jähriger Schweizer Snowboarder gestorben. Der Verunglückte, bei dem es sich anscheinend um den Olympia-Medaillengewinner Ueli Kestenholz handelt, wurde im L ötschental, auf dem Gebiet der Gemeinde Kippel, von einem Schneebrett mitgerissen. Trotz schneller Hilfe durch Rettungskräfte und dem Transport ins Krankenhaus starb er dort an seinen Verletzungen. Sein Begleiter konnte sich selbst in Sicherheit bringen.
Auch in Österreich gab es tragische Ereignisse. Am Weerberg im Bezirk Schwaz wurde eine 58-jährige Frau, die auf einer Skitour war, komplett von einer Lawine verschüttet. Da die Frau kein Lawinenverschüttetensuchgerät bei sich hatte, war die Suche schwierig. Sie wurde schließlich in 1,70 Metern Tiefe gefunden, verstarb aber kurz darauf in der Klinik Innsbruck. In anderen Gebieten Tirols, wie St. Anton am Arlberg und Kappl, gab es ebenfalls Lawinenabgänge, die entweder zu Verletzungen führten oder glimpflich ausgingen.
Experten der Lawinenwarnzentralen hatten zuvor vor einer gefährlichen Lage gewarnt. In vielen Gegenden galt die Warnstufe vier auf einer Skala von fünf Stufen, was eine große Gefahr bedeutet. Wintersportler wurden dringend aufgefordert, im freien Gelände vorsichtig zu sein, da schon kleine zusätzliche Belastungen Lawinen auslösen konnten.