Der militärische Konflikt im Nahen Osten hat nach den neuesten Angriffen der USA und Israels gegen den Iran ein neues, heftigeres Niveau erreicht. Im US-Senat scheiterte ein Antrag der Demokraten, der die Befugnisse von Präsident Donald Trump, Krieg zu führen, einschränken sollte. Trump hatte die Operation 'Epic Fury' ohne die Erlaubnis des Kongresses angeordnet, was zur Tötung des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei führte.
In Gro ßbritannien wird Premierminister Keir Starmer kritisiert, weil er den USA erlaubt hatte, britische Militärstützpunkte für reine Verteidigungszwecke zu nutzen. Zuvor gab es Meldungen, dass Kabinettsmitglieder eine stärkere Beteiligung des Landes an den Kämpfen blockiert hatten. Das Weiße Haus dementierte unterdessen Berichte, wonach Pläne beständen, kurdische Gruppen für einen Angriff am Boden im Iran auszurüsten.
Die Regierung von Italien unter Giorgia Meloni kündigte an, Golfstaaten mit Flugabwehrtechnik zu versorgen, um deren zivile Einrichtungen vor möglichen Vergeltungsschlägen des Iran zu schützen. In Deutschland mahnte der israelische Botschafter Ron Prosor vor möglichen Racheakten auf europäischem Boden. Gleichzeitig trafen die ersten Evakuierungsflüge mit Bürgern europäischer Länder ein. Darunter waren 151 Österreicher, die über den Oman aus der gefährlichen Region ausgeflogen wurden.
Die wirtschaftliche Unsicherheit führt zu deutlichen Reaktionen: In Gro ßbritannien haben große Kreditinstitute wie die HSBC und die Coventry Building Society die Zinsen für Hypotheken mit fester Laufzeit erhöht. Experten sehen den Grund dafür in gestiegenen Swap-Sätzen und der Erwartung höherer Preise für Energie, was zu höherer Inflation führen könnte.