In den österreichischen Alpen hat eine Serie von Lawinenunglücken zu zahlreichen Todesopfern geführt. Innerhalb kürzester Zeit wurden aus verschiedenen Regionen tödliche Zwischenfälle gemeldet, was die Gesamtzahl der Lawinentoten seit Beginn des Jahres auf mindestens 13 ansteigen ließ. Besonders betroffen war das Bundesland Salzburg, wo im Pongau eine Gruppe des Alpenvereins von den Schneemassen erfasst wurde.
Die Einsatzkräfte der Bergrettung standen im Dauereinsatz, um Verschüttete zu orten und zu bergen. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen konnten für mehrere Wintersportler nur noch die Leichen geborgen werden. Experten der Lawinenwarndienste beschreiben die aktuelle Lage als äußerst heikel. Durch Neuschnee in Kombination mit starken Winden haben sich Triebschneeansammlungen gebildet, die bereits bei geringer Zusatzbelastung, etwa durch einen einzelnen Skifahrer, abrutschen können.
Warnungen wurden insbesondere für Gebiete in Tirol, Salzburg und Vorarlberg ausgesprochen. Die Behörden appellieren eindringlich an alle Bergsportler, die markierten Pisten nicht zu verlassen und die Lawinenlageberichte genauestens zu studieren. Viele der Unglücke ereigneten sich im freien Skiraum, abseits der gesicherten Abfahrten, wo die Gefahr aufgrund der instabilen Schneedecke derzeit besonders hoch eingestuft wird.