Klarnachrichten

Europas wirtschaftliche Souveränität unter dem Prüfstand

208

Trotz einer Bevölkerung von rund 450 Millionen Menschen und einer beachtlichen Wirtschaftsleistung sieht sich die Europäische Union mit einer strukturellen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten konfrontiert. In zentralen Sektoren wie der Verteidigung, dem Finanzwesen und der digitalen Infrastruktur verfügen die USA über maßgebliche Hebelwirkungen. So sei die europäische Verteidigungsfähigkeit ohne US-amerikanische Unterstützung in den Bereichen Aufklärung und nukleare Abschreckung gegenwärtig kaum denkbar. Auch im digitalen Raum dominieren US-Konzerne die Wertschöpfungskette bei Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz, was Europa primär in die Rolle des Konsumenten dränge.

Parallel dazu analysieren Wirtschaftswissenschaftler wie David McWilliams die fundamentale Bedeutung des Geldes für die menschliche Zivilisation. In seinem Werk „Money“ beschreibt er Geld nicht nur als Tauschmittel, sondern als sozialen Katalysator, der Gesellschaften formen oder bei Instabilität zum Einsturz bringen kann. Diese historische Perspektive wird durch Rückblicke auf die Einführung des Euro-Bargelds ergänzt, die mit den sogenannten „Starterkits“ im Jahr 2001 einen historischen Umbruch in der europäischen Währungsarchitektur markierte.

Für Deutschland zeichnet sich derweil ein gemischtes Bild ab. Während US-Ökonomen wie Kenneth Rogoff vor einem wirtschaftlichen Abstieg warnen und Reformen bei Bürokratie und Energiepreisen anmahnen, wird die grundlegende Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie weiterhin als robust eingestuft. Dennoch erhöhen die transatlantische Blockbildung und technologische Abhängigkeiten den Druck auf die europäische Politik, eine eigenständige strategische Autonomie zu entwickeln.

Dieser Text wurde automatisiert erstellt und inhaltlich nicht überprüft.
Es besteht keine Garantie auf inhaltliche Richtigkeit. Mehr dazu Mehr über die Artikelerstellung erfahren

Begriffserklärungen

Strategische Autonomie
Die Fähigkeit eines Staates oder eines Staatenbundes, politisch, wirtschaftlich und militärisch eigenständig zu handeln, ohne von externen Akteuren existenziell abhängig zu sein.
Starterkit
Ein Beutel mit einer Auswahl an neuen Euromünzen, der kurz vor der offiziellen Bargeldeinführung 2002 an die Bürger ausgegeben wurde, um sie mit der neuen Währung vertraut zu machen.
Cloud-Dienst
Die Bereitstellung von IT-Infrastruktur wie Speicherplatz oder Software über das Internet, statt auf lokalen Rechnern.

Personen

David McWilliams
Ein irischer Wirtschaftswissenschaftler und Autor, der sich intensiv mit der Geschichte des Geldes und dessen sozialen Auswirkungen befasst.
Kenneth Rogoff
Ein US-amerikanischer Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Harvard University und ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungsfonds.

Orte

Vereinigte Staaten
Ein nordamerikanischer Staat, der als globale Supermacht maßgeblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft und Sicherheitspolitik ausübt.
Deutschland
Die größte Volkswirtschaft innerhalb der Europäischen Union, die derzeit vor strukturellen wirtschaftlichen Herausforderungen steht.

Quellen

Logo Der Spiegel
Der Spiegel

(S+) Machtverhältnisse in Grafiken: Wo Europa von Amerika abhängig ist

Jetzt lesen
Logo Der Standard
Der Standard

Money! David McWilliams' Buch über uns und das Geld

Jetzt lesen
Logo ZDFheute
ZDFheute

Geld im Wandel: Das Euro-Starterkit als Zeitzeuge

Jetzt lesen
Logo Bild
Bild

Deutschland droht wirtschaftlicher Abstieg: US-Ökonom warnt | Politik

Jetzt lesen