Klarnachrichten

Zuspitzung der Iran-Krise: Exil-Kronprinz fordert Intervention und Russland will vermitteln

190

Die politische Lage im Iran hat sich nach Berichten über eine weitgehende Niederschlagung der jüngsten Massenproteste verschärft. In Washington forderte Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, die internationale Gemeinschaft zu einer „gezielten Intervention“ auf. Er betonte, dass dies keine Bodentruppen erfordere, sondern eine Unterstützung, die den Staatsapparat schwäche und den Zusammenbruch des Regimes beschleunige. Pahlavi sieht sich dabei in einer einzigartigen Position, eine Nachfolgeregierung anzuführen.

Gleichzeitig berichten Aktivisten und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International von massiver Gewalt durch Sicherheitskräfte. Hunderte Menschen seien willkürlich festgenommen worden, und es gebe zahlreiche Todesopfer. In vielen Landesteilen bleibt das Internet blockiert, was die Informationsbeschaffung erschwert. Eine in Hamburg lebende Exilantin berichtete beispielhaft von der Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen in der Heimat.

Auf diplomatischer Ebene zeigt sich eine tiefe Spaltung. Während US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine enge Abstimmung demonstrieren und militärische Schläge gegen das iranische Atomprogramm sowie Unterstützung für die Demonstrierenden in Aussicht stellen, warnt Moskau vor einer weiteren Eskalation. Der russische Präsident Wladimir Putin bemühe sich nach Angaben des Kremls um Vermittlung, um die Spannungen in der Region abzubauen. Russland verurteilte zudem die Drohungen der USA als kontraproduktiv.

Dieser Text wurde automatisiert erstellt und inhaltlich nicht überprüft.
Es besteht keine Garantie auf inhaltliche Richtigkeit. Mehr dazu Mehr über die Artikelerstellung erfahren

Begriffserklärungen

Intervention
Das gezielte Eingreifen in die Angelegenheiten eines anderen Staates, oft mit politischen oder militärischen Mitteln, um einen bestimmten Zustand oder eine Veränderung herbeizuführen.
Deeskalation
Maßnahmen, die darauf abzielen, bestehende Spannungen oder Konflikte abzubauen und eine weitere Verschärfung der Situation zu verhindern.
Mullah-Regime
Eine abfällige Bezeichnung für die theokratische Staatsführung im Iran, in der islamische Geistliche (Mullahs) die politische Macht innehaben.

Personen

Reza Pahlavi
Der älteste Sohn des letzten iranischen Schahs, Mohammad Reza Pahlavi. Er lebt seit der Islamischen Revolution 1979 im Exil und gilt als eine zentrale Figur der monarchistischen Opposition.
Donald Trump
Der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der eine harte Linie gegenüber der iranischen Regierung verfolgt.
Benjamin Netanjahu
Der israelische Ministerpräsident, der das iranische Regime als existenzielle Bedrohung für Israel betrachtet und eng mit den USA kooperiert.

Orte

Iran
Ein Staat in Vorderasien, der seit 1979 als Islamische Republik verfasst ist und derzeit von schweren innenpolitischen Unruhen erschüttert wird.
Washington
Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika und Sitz der US-Regierung.
Moskau
Die Hauptstadt Russlands und das politische Zentrum der Russischen Föderation.

Quellen

Logo vorarlberg.ORF.at
vorarlberg.ORF.at

Bregenz: Kerzen für die Menschen im Iran

Jetzt lesen
Logo Der Spiegel
Der Spiegel

Iran: Exilantin wartet auf Lebenszeichen ihrer Familie

Jetzt lesen
Logo Die Zeit
Die Zeit

Benjamin Netanjahu: Plötzlich hat Netanjahu zum Iran nichts zu sagen

Jetzt lesen
Logo VOL.AT
VOL.AT

Proteste im Iran niedergeschlagen: Russland bietet Vermittlung an

Jetzt lesen
Logo The Guardian
The Guardian

Son of former Iranian monarch calls for ‘targeted intervention’ to hasten regime’s collapse

Jetzt lesen