In Brandenburg haben die Parteien SPD und CDU offiziell damit begonnen, über eine neue gemeinsame Landesregierung zu verhandeln. Dies geschieht, nachdem die erste Koalition im Bundesland zwischen SPD und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nach nur einem Jahr beendet wurde. Der Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und der CDU-Landeschef Jan Redmann haben sich darauf geeinigt, schnell Gespräche zu führen. Beide wollen bis zu den Osterfeiertagen einen fertigen Vertrag vorlegen. Eine solche Regierung aus SPD und CDU hätte im Landtag von Brandenburg eine sehr knappe Mehrheit von nur einer einzigen Stimme.
Der Grund für den Wechsel war, dass die SPD die Zusammenarbeit mit dem BSW beendet hat. Die SPD begründete diesen Schritt damit, dass der Partner BSW angeblich nicht fähig war, Regierungsarbeit zu leisten. Zuvor gab es bereits Streit innerhalb der BSW-Fraktion. Außerdem weigerte sich die Partei, sich klar zum bestehenden Regierungsvertrag zu bekennen. Woidke betonte, dass Brandenburg angesichts großer Probleme Stabilität brauche und man Neuwahlen vermeiden müsse.
Zur gleichen Zeit kündigte die Landesregierung in der Stadt Cottbus an, dass die Regeln für Asylbewerber strenger werden. Als Reaktion auf Gewalttaten an Schulen wird eine Wohnsitzauflage eingeführt, die für Asylsuchende mit Bleibeperspektive gilt und auf einen bestimmten Kreis beschränkt ist. Diese Regelung bedeutet, dass Migranten, nachdem sie die ersten Aufnahmeeinrichtungen verlassen haben, für maximal drei Jahre an einen zugewiesenen Wohnort gebunden sein können. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, Städte wie Cottbus zu entlasten und die soziale Eingliederung besser lenken zu können.