Am Donnerstag wurde in Brüssel ein wichtiger Kompromiss im Streit um die Namen für vegetarische Lebensmittel erzielt. Die Verhandler des Europäischen Parlaments und der Mitgliedsstaaten einigten sich darauf, dass bekannte Namen wie „Veggie-Burger“, „vegetarische Bratwurst“ oder „Tofu-Schnitzel“ auch in Zukunft erlaubt sind. Damit ist ein strenges Verbot dieser Namen, das ursprünglich vom Agrarausschuss des EU-Parlaments gefordert wurde, nicht mehr aktuell.
Die Einigung sieht aber strengere Regeln für Produkte vor, die direkt auf Tierarten oder bestimmte Fleischstücke, sogenannte „Cuts">Cuts“, hinweisen. Demnach dürfen Namen wie „veganer Speck“, „Tofu-Rippchen“, „Veggie-Hühnchen“ oder „Rinder-Art“ künftig nicht mehr benutzt werden. Diese Regelung folgt größtenteils einem Vorschlag der EU-Kommission">EU-Kommission. Ziel ist es, Verwechslungen mit echten Fleischprodukten zu verhindern und die Bezeichnungen mit Bezug zu Tieren besser zu schützen.
Befürworter von strengeren Regeln, wie die französische Abgeordnete Céline Imart">Céline Imart, meinten, dass klare Namen wichtig seien, um Verbraucher nicht irrezuführen und die traditionelle Landwirtschaft zu schützen. Kritiker, unter anderem aus Deutschland, hatten vor zu viel Bürokratie und hohen Kosten für die Lebensmittelhersteller gewarnt. Der gefundene Kompromiss muss nun noch vom Europaparlament und den EU-Mitgliedstaaten offiziell bestätigt werden, bevor er gültig wird.