Der Start der Formel-1-Saison 2026 auf dem "Albert Park Circuit" in Melbourne läutet eine neue technische Zeit ein. Mit schmaleren Autos und einem Antriebskonzept, das zur Hälfte elektrisch ist, begann das erste Rennwochenende des Jahres. Dabei setzte der Australier Oscar Piastri im McLaren ein klares Zeichen und holte sich im zweiten freien Training mit einer Zeit von 1:19,729 Minuten die beste Tageszeit.
Hinter dem Fahrer, der aus der Region stammt, positionierte sich überraschend stark das Fahrerduo von Mercedes. Der Neuling Kimi Antonelli belegte den zweiten Platz, nur 0,214 Sekunden hinter Piastri, dicht gefolgt von seinem Teamkollegen George Russell. Die erste Trainingseinheit des Tages hatte noch Charles Leclerc im Ferrari angeführt, der sich am Ende des Tages auf dem fünften Platz hinter seinem Teamkollegen Lewis Hamilton einreihte.
Weniger gut lief der Freitag für die Favoriten. Der amtierende Weltmeister Lando Norris beklagte sich im ersten Training über Probleme mit dem Getriebe und kam in der Endabrechnung nicht über den siebten Platz hinaus. Auch der viermalige Champion Max Verstappen erlebte einen durchwachsenen Start: Nach Verzögerungen an der Box und einer Beschädigung am Unterboden seines Red Bull beendete er den Tag auf Platz sechs. Besonders hart traf es das Team Aston Martin, dessen Fahrer Fernando Alonso und Lance Stroll nach Problemen mit dem Motor nur die letzten Plätze belegten.
Die neuen Regeln, die unter anderem die Abschaffung des DRS-Systems zugunsten eines manuellen "Override-Modus" vorsahen, stellten die Teams vor sichtbare Schwierigkeiten beim Energiemanagement. Trotz einiger Dreher und kurzer Unterbrechungen blieb das befürchtete Chaos zum Saisonstart aber aus.